Wort zum Tag 06.04. bis 11.04.

11.04.2020

Liebe Sittenbächer Gmaa!

Um drei Uhr nachmittags, zur Todesstunde Jesu, haben am Karfreitag die Glocken das letzte Mal geläutet, bevor sie dann am Ostermorgen um neun Uhr wieder läuten. Unser Meßner, Frank Ottmann, kann das an einer Automatik einstellen – selbst wenn die Zifferblätter abmontiert wurden, läuft der Impuls für den Glockenmotor weiter. Nebenbei: wenn das Gerüst schon mal steht, kümmert man sich natürlich gleich um den Zustand von Zeiger und Uhr.

„Gekreuzigt, gestorben und begraben…“ so bekennen wir im Glaubensbekenntnis das Geschehen am Karfreitag. Auch der Karsamstag kommt in diesem, die Christenheit umspannenden, Bekenntnis vor! Mit den Worten: „Hinabgestiegen in das Reich des Todes“. Früher klang das noch etwas drastischer, in dem man „Niedergefahren zur Hölle“ sagte.

Was ist damit gemeint?

Jesus soll, als einer der wirklich gestorben ist, dadurch Zugang zum Totenreich gehabt haben. Man stellt sich das Universum lange dreigeteilt vor: Oben der Himmel, in der Mitte die Erde auf der wir leben, und unten die Unterwelt. So hat man die Menschen dann auch eingeteilt: die einen kommen nach ihrem Tod nach oben, in den Himmel, die anderen nach unten, in die Hölle. Man stellte sich das durchaus räumlich vor.

Diese Vorstellung ist uns genommen, nachdem wir wissen, dass es für unsere Erde kein „oben und unten“ gibt, weil wir auf einem runden Planeten leben.

„Hinabgestiegen in das Reich des Todes“ – ist eine Antwort auf die Frage: Was ist eigentlich mit denen, die nie zum Glauben finden konnten, weil sie nie was davon erfahren haben? In dem Jesus jetzt diesen Zugang ins Totenreich hatte, findet Petrus die Erklärung: »So wurde sogar den schon Verstorbenen die Gute Nachricht verkündet damit sie auch die Möglichkeit erhalten, zum Leben bei Gott zu gelangen« (1.Petrus 4,6)

Gott findet also einen Weg, allen Menschen ohne Ausnahme sein Heil anzubieten!

Deshalb hat man es mit der „Heilung des Blinden“ verglichen.

Wenn Gott die Liebe ist, dann zwingt er niemanden in seine Gemeinschaft – Liebe will gewinnen und hofft auf eine Erwiderung der Liebe. So versuchen wir heute die „Hölle“ vielleicht als einen Zustand zu erklären, an dem Gott den Menschen sich selbst überlässt – und ‚das ist die Hölle‘ sagt der Volksmund zu Recht, wo es keine Barmherzigkeit und kein Verständnis gibt. Vielleicht! Dann diese Sache sollen wir getrost Gott überlassen, dessen Richten immer ein ‚Zurechtrichten“ ist.

Noch merken wir wenig von Gottesferne, „denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ (Mt 5,45). Gottes Wille ist auch klar: „welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1.Tim 2,4). Das Wort „Ewigkeit“ ist sowieso kein Zeitbegriff – wir brauchen keine Angst zu haben, dass es uns einmal langweilig wird vor lauter ‚Halleluja-Singen‘ wie Aloisius, dem ‚Münchner im Himmel‘. „Ewigkeit“ ist ein Beziehungsbegriff – Gott will eine Beziehung, die auch der Tod nicht zerstören kann, so wie wir uns ja auch „ewige Liebe“ versprechen, wenn wir verliebt sind. Und er sagt uns: „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“ (Jer 31,3).

Soweit meine Erklärungsversuche zum Karsamstag im Glaubensbekenntnis. Wie diese unzerstörbare Gemeinschaft mit Gott dann ausfällt, wenn wir ihn „von Angesicht zu Angesicht sehen“? Da bleiben wir hier noch bescheiden: Es übersteigt aus alle Fälle unser Bitten und Verstehen.

In herzlicher Verbundenheit,

Ihr Pfarrer Ekkehard Aupperle

P.S. Heute weise ich nur auf unseren Ostergottesdienst hin, der sich Ihnen auftut, wenn Sie unsere Kirchenseite anklicken – ich freue mich drauf!


10.04.2020

Liebe Sittenbächer Gmaa!

Ein ungewohnte Karfreitag! So wie ich ihn noch nie erlebt habe.

Schon als Kind hatte mir mein Vater vorgelebt, dass das ein ganz wichtiger Tag ist. Er selbst hat an diesem Tag gefastet, deshalb war am Mittagstisch immer eine ganz komische Stimmung. Zum Gottesdienst nahm er uns alle mit – zumindest an diesem Tag gab es da keine Widerrede. Nachmittags war noch eine Bibelstunde angesetzt.

Auf meiner Vikariatsstelle, dem Dorf Langensteinach bei Uffenheim, kamen alle Gottesdienstbesucher in Schwarz. Die Beichte nahm einen weiten Raum ein – so wie dann nochmal am Buß- und Bettag. Am Karfreitag durfte man unbefangen zur Beichte gehen, ohne dass einem der Nachbar unterstellen konnte, man hätte es nötig oder hätte was ausgefressen. Hier hatte die Beichte seinen akzeptierten Platz.

Zweimal im Jahr dieser Großputz für die Seele. Das braucht es dann einfach. Und wenn das von der ganzen Dorfgemeinschaft getragen wird, berührt es jeden einzelnen. Da steckt Demut drin - die Haltung, man sei nicht besser als die anderen, sondern muss selbst bekennen: „Ich habe gesündigt mit Gedanken, Worten und Werken – auch in dem was ich unterlassen habe, Gutes zu tun“.

Oft geht das unter – man wurschtelt so in den Tag hinein und merkt gar nicht, wo man den Nächsten um sich herum kränkt oder belastet. Manches kommt an so einem stillen Tag hoch – vielleicht spürt man dabei sogar das Bedürfnis, das mal dem anderen zu sagen.

Alles, was Menschen sich antun, finden wir in der Passionsgeschichte wieder: Jesus wird verraten, verleumdet, falsch beschuldigt, bekommt die Aggressionen ab, die Stimmungsmacher der Populisten. An seinem Prozess ergötzt sich die Menge und befriedigt ihre Sensationslust.

Leicht ertappen wir uns dabei, uns über das Ganze zu erheben, und über diese Leute zu lästern. Dann verpassen wir, was vom Kreuz ausgeht, und lassen die heilende Kraft an uns vorübergehen: „Im Kreuz ist Heil“.

Wir dürfen aber auch nicht bei uns selbst bleiben – Selbstvorwürfe sind ein schlechter Begleiter auf Dauer. Vom Kreuz muss etwas befreiendes, tröstendes ausgehen, es soll entlasten. Deshalb suchen wir die hingebungsvolle Liebe des Gekreuzigten.

Paul Gerhardt fasst das in Worte, die uns dabei mitnehmen:

85,6. Ich will hier bei dir stehen,
verachte mich doch nicht;
von dir will ich nicht gehen,
wenn dir dein Herze bricht;
wenn dein Haupt wird erblassen
im letzten Todesstoß,
alsdann will ich dich fassen
in meinen Arm und Schoß.

In herzlicher Verbundenheit,

Ihr Pfarrer Ekkehard Aupperle


09.04.2020

Liebe Sittenbächer Gmaa!

Heute ist Gründonnerstag! Die Vorsilbe „Grün-„ hat übrigens nichts mit der Farbe zu tun, sondern kommt von dem Wort „groanan“ – im Fränkischen hat sich das erhalten, indem wir früher für das „Weinen“ – „Greinen“ sagten. Wenn Leute etwas besonders berührt hat, sagte der Franke: „Schee war’s – die Leit ham griener“.

Für heute Abend wäre ein Tischabendmahl im Altarraum geplant gewesen; seit einigen Jahren ist das Brauch in den evangelischen Gemeinden, dass entweder ein großer zusätzlicher Tisch in den Chorraum gestellt wird, oder die Anwesenden nahe am Altar sitzen. So bilden sie nach, wie Jesus mit seinen Jüngern das letzte Mahl feierte, bevor er im Garten Gethsemane gefangen genommen wurde.

Am Anfang steht der zu Herzen gehende Wunsch von Jesus nach dieser Form von Gemeinschaft mit seinen Jüngern: „Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide.“ (Lk 22,15). Der HERR selbst hat das Verlangen mit uns so zusammen zu sein.

Für die Jünger damals völlig unerwartet, gibt er diesem Mahl eine bleibende Bedeutung: „Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird!“ (Lk 22,19+20).

Damit hat er eine Form der Gemeinschaft mit ihm gestiftet, die sich nicht tiefer darstellen lässt: Wir verinnerlichen „Leib und Blut Christi“ – nehmen das auf, was er uns nur geben kann: sich selbst! Und damit seine Liebe, seine Vergebung und sein Versprechen: „…bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.“ (Mt 26,29).

Da steckt so viel drin, dass wir vor dem Austeilen nur sagen können: „Geheimnis des Glaubens!...“. Mir persönlich gefällt auch der Nachsatz, den unsere katholischen Geschwister anschließen: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“ Von dem Mahl geht etwas aus, was uns ganzheitlich gut tut.

Wenn ich diese Zeilen schreibe, spüre ich selbst ganz stark den Wunsch, mit der Gemeinde Abendmahl zu feiern – es wird mit besonderer Freude verbunden sein, wenn es wieder erlaubt sein wird.

Er hat an diesem Abend auch den Aposteln die Füße gewaschen. Man sieht es im Fernsehen, wie der Papst diese Geste an Bedürftigen ausübt – bei uns wird es eher nur noch erwähnt.

Auf die Art wurden die Apostel aber auf das Heilige Mahl vorbereitet. Sie mussten so lernen, einen Dienst von Jesus anzunehmen. Die hatte das damals ziemlich verstört, wie man in der Bibel nachlesen kann. Sie haben sich erstmal gewehrt. Jesus musste ihnen erklären, dass nur die zu ihm gehören können, die diesen Dienst annehmen; erst dann konnten sie es zulassen.

Wollen wir in diesen besonderen Tagen auf uns wirken lassen, was Jesus uns Gutes tun möchte. Das ist ja etwas Bleibendes und übersteht auch die momentanen Einschränkungen.

In herzlicher Verbundenheit,

Ihr Pfarrer Ekkehard Aupperle


08.04.2020

Liebe Sittenbächer Gmaa!

Manche Kirchen haben einen Flügelaltar – das meint, die zwei Seitenflügel werden nach innen geklappt und plötzlich sieht man Bilder, die sonst auf der nicht einsehbaren Rückseite verborgen sind.

Wir kennen das von unserer Bartholomäuskirche nicht: das große Altarbild mit der Kreuzigungsszene steht uns das ganze Jahr vor Augen, die beiden Seitentafeln sind nicht einklappbar und sind so klein, dass sie das große Bild in der Mitte nicht abdecken würden. Kein Wunder – unser Altar stammt aus der Barockzeit und Flügelaltäre waren im Späten Mittelalter „in Mode“.

Heute war ich für Besorgungen in Hersbruck und ging dabei auch in die Stadtkirche. Das erste Mal überhaupt sah ich die Bilder der sonst weggeklappten Flügel und war nur beeindruckt. Auf acht Tafeln wird darin der Weg Jesu vom Garten Gethsemane bis zum Hügel Golgatha nachgezeichnet. Und das in einer Intensität, die berührt. Man hat den Eindruck, der Maler geht das den Leidensweg mit und steht direkt an der Seite von Jesus. Er malt ihn überraschend freundlich und gefasst. Die Menschen erzählen alle ihre eigene Geschichte, mal mit sich selbst beschäftigt, mal nur neugierig.

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Bildrechte: Wolfgang Bouillon

Um das Jahr 1480 sollen diese Bilder durch einen unbekannten Künstler entstanden sein – eine Zeit, in der das Leiden bei den Menschen Alltag war, auch die Pest wütete regelmäßig. So sollten diese Malereien sicher auch Trostbilder sein: Der Sohn Gottes kann Euer Leiden verstehen, er hat es „hautnah“ körperlich erlitten. Aber die Bilder gehen darüber hinaus – man spürt ihnen ab: dieses Leiden mehr als das alltägliche Unbehagen, nein, das ist Hingabe. Selbst in der Misshandlung strahlt  Jesu Gesicht Liebe aus. Erkennbar ist auch die letzte Verbundenheit mit seinem Vater, die ihn das aushalten lässt; denn dem sagte er vorher: „Dein Wille geschehe!“.

Vielleicht führt Sie Ihr Weg in diesen Tagen nochmal nach Hersbruck und Sie betrachten den Altar vor Ort – alle Kirchen sind ja zum Gebet geöffnet. Unter www.stadtkirche-hersbruck.de kann man sogar eine kleine Broschüre herunterladen. Sie nimmt uns mit auf dem Weg von Gründonnerstag bis Karfreitag. Wir brauchen Anregungen, damit die Karwoche nicht einfach an uns vorüberstreicht.

Nehmen wir dabei die heilsame Bitte auf, die im Gesangbuchlied 91,1 steht: „Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu versenken, die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlösen.“

In herzlicher Verbundenheit,

Ihr Pfarrer Ekkehard Aupperle


07.04.2020

Liebe Sittenbächer Gmaa!

Mit dieser sehr ungewohnten Situation kommen manche anscheinend leichter klar als andere. Gut, es gibt eben Optimisten und es gibt eben Pessimisten. Dann hat noch jeder ein anderes Temperament und jeder sein eigenes Lebensgefühl. Es gibt Abenteuertypen, die jede neue Herausforderung suchen und es gibt Menschen mit einem hohen Bedürfnis nach Sicherheit. Es gibt Leute, die können gut in einem Chaos leben und andere brauchen halt ihre Ordnung.

Diese Unterschiede sind hinlänglich bekannt – und sie sind halt eben so. Punkt aus, basta!

Eine bekanntes Sprichwort bringt uns noch auf eine andere Spur. Sicher schon mal gehört: „Ich kann halt nicht über meinen Schatten springen!“

Da schleppen wir noch im Hintergrund was mit uns mit. Einen Begleiter, der uns in vieles reinredet, uns zögern lässt oder zum Rückzug antreibt.

Beispiele:

- Da treffe ich jemanden zufällig, mit dem ich vor längerer Zeit im Streit auseinander gegangen bin. Jetzt ist eigentlich Gras über die Sache gewachsen, trotzdem kann ich jetzt nicht zu ihm hingehen und ihm die Hand reichen…

- Da drängeln mich die Kinder, mal neues in punkto Computertechnik auszuprobieren – aber ich hab doch erst letztes Mal ratlos aufgegeben…

- Da müsste ich mal jemanden finanziell unter die Arme greifen – aber wer weiß, vielleicht wird’s bei mir selbst mal knapp…

Zögernd erklären wir: „Ich kann halt nicht über meinen Schatten springen“.

Warum nicht? Psychologen haben nach schlüssigen Erklärungen gesucht und sind nur zum Teil fündig geworden. Sicher spielen tiefgreifende Erlebnisse aus der Kindheit eine Rolle, das Vorbild der Eltern und das Verhalten der Menschen in meiner Umgebung.

Eine gute Übung für einen selbst ist die Frage: „warum kann ich jetzt nicht über meinen Schatten springen – was läuft da im Hintergrund ab“?

Für den Glauben ist es wichtig, immer wieder „über den Schatten zu springen“.

Da haben wir mal schlechte Erfahrungen gemacht: Mit Kirche, mit einem Pfarrer…, wir haben um Hilfe gebetet und es hat sich doch nichts getan; Eindrücke, die sich so festgesetzt haben, dass neues Vertrauen zu Gott schwer fällt.

Von David, dieser wichtigen Gestalt der Bibel, lesen wir: „Denn mit meinem Gott über Mauern springen. (2.Sam 22,30).

Von solchem Glauben wünsche ich mir und uns etwas, besonders in diesen Tagen!

In herzlicher Verbundenheit,

Ihr Pfarrer Ekkehard Aupperle


06.04.2020

Liebe Sittenbächer Gmaa!

Corona setzt neben allem bedrohlichen auch manche Kreativität frei – da werden Textilmaschinen umfunktioniert, um statt Kleidung einen Mundschutz zu nähen, Autobauer stellen Teile für Atemschutzgeräte her, Gaststätten verfeinern ihren Abholservice…- täglich lesen wir überraschende Beispiele.

Und die Kirche? Die entdeckt das Internet! Wahrscheinlich alle Gemeinden kümmern sich wieder stärker um ihren Auftritt mit der homepage, Konfirmanden werden auf ihrem handy unterrichtet, Kirchenvorstände treffen sich per Videokonferenz und unzählige Gottesdienste werden so gestaltet, dass sie auf dem Computerbildschirm zu Hause miterlebt werden können.

Meist sind Pfarrerinnen und Pfarrer der jüngeren Generation da vorne dran – man denke nur an das junge Pfarrersehepaar in Offenhausen, oder die Pfarrerin von Reichenschwand.

Am gestrigen Sonntag haben meine Frau und ich den Gottesdienst unter www.lauf-evangelisch.de mit erlebt. Und wir waren von der ersten bis zur letzten Minute voll dabei – die Ruhe und Konzentration von dort, hatte sich bis in unser Wohnzimmer übertragen. An Altar und Kanzel stand eine Vikarin, die sich also noch in Ausbildung befindet. Natürlich kam mir dabei die Erinnerung, wie ich als Vikar seinerzeit vor der Gemeinde stand: etwas unsicher, nervös und aufgeregt – einmal wurde ich dabei sogar mit alter VHS-Videotechnik gefilmt; hinterher konnte ich den Filmabriss kaum ertragen.

Bei Friederike Hoffmann - so heißt die Laufer Vikarin - keine Spur davon; im Gegenteil, man hatte den Eindruck, das wäre ihr täglich Brot schon immer gewesen. Auch die musikalischen Beiträge waren allererster Güte.

Warum ich das erzähle: Weil es Mut macht! Kirche kann mit dem heranbrechenden „digitalen“ Zeitalter etwas anfangen, ja es zum Guten nutzen. Und es gibt Leute, die sind dafür begabt. Da darf man sich drüber freuen.

Klar – die Kommunikation über das Internet wird die persönliche Begegnung nie ersetzen, aber sie wird einen immer größeren Anteil bekommen.

Und Gott scheint auch dafür den Menschen die nötigen Begabungen zu geben; die nutzen das dann – getreu dem Bibelwort: „Dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. Wenn ihr die vielen Gaben Gottes in dieser Weise gebraucht, setzt ihr sie richtig ein.“(1.Petr 4,10)

Übrigens: Zum Osterfest wollen wir auch einen Beitrag aus unserer Bartholomäuskirche übertragen. Bis dahin wird noch geübt – für mich etwas neues; man lernt ja nie aus!

In herzlicher Verbundenheit,

Ihr Pfarrer Ekkehard Aupperle