Wort zum Tag 20.04. bis 25.04.

25.04.2020

Liebe Sittenbächer Gmaa!

Wenn Sie jetzt unsere Kirchenseite aufmachen, erscheint der Hinweis auf unseren nächsten Gottesdienst für den 26.4., den man von zuhause aus miterleben kann.

Dazu muss ich sagen: ohne ein Technikteam im Hintergrund, wäre mir das nicht möglich. Ich bin sehr dankbar, dass es Gemeindeglieder gibt, die dafür viele Stunden einsetzen. Erich Söhnlein und sein Sohn Felipe etwa verwenden viel Zeit dafür, um aus den einzelnen Beiträgen ein ganzes zu Formen. Sebastian Hammer ist bei allen Dreharbeiten dabei, auch Marco Seidenfaden und Matthias Aupperle haben uns schon unterstützt.

 

Nicht zu vergessen, unser Meßner Frank Ottmann! Er sorgt täglich für die Möglichkeit, dass in der Kirche eine Kerze entzündet werden kann. Das bedeutet ganz viel – denn irgendein Baustaub rieselt vom Dach her ständig durch die Ritzen. Zusammen mit unserer Kirchenreinigungskraft, Lydia Steger, hält er das Gotteshaus besuchbar!

Wie Sie den Nachrichten entnehmen konnten, dürfen Kirchen ab dem 4.Mai wieder zu gemeinsamen Veranstaltungen einladen. Allerdings gibt es erst am 30.4. noch ein Klärungsgespräch mit der Staatsregierung, welche Auflagen dabei berücksichtigt werden müssen. Danach muss jede Ortsgemeinde ein Sicherheitskonzept erarbeiten, welches wiederum erst geprüft und genehmigt werden muss. Wann wir dann in unserer schönen Bartholomäuskirche wieder anfangen dürfen, können wir also so genau noch nicht sagen.

Bitte seien Sie dann erstmal morgen von zuhause aus dabei!

Unter www.zuhauseumzehn.de gibt es schöne Angebote für Kinder, auch Kigos! Und auf youtube findet man weiterhin unter „online-kigo“ liebevoll gestaltete Kindergottesdienste mit vielen Bastelanleitungen.

Ganz wichtig: Unsere Kirche ist offen! Gehen Sie gerne rein und zünden eine Kerze an.

In herzlicher Verbundenheit,

Ihr Pfarrer Ekkehard Aupperle


24.04.2020

Liebe Sittenbächer Gmaa!

Vor 2 Tagen brachte ich ein Abendgebet ein – den Tag zur Ruhe bringen, gute Gedanken finden, Geborgenheit spüren… Das alles tut gut, bevor belastendes uns die ganze Nacht umtreibt. Klar, das ist kein Automatismus – gerade in diesen Zeiten kann man nicht einfach ab-schalten, dieser Schalter wurde uns in der Geburt nicht angeboren; vielleicht, damit wir „hellwach“ sein können, wenn es nötig ist. Trotzdem ist die Nacht ja eine Zeit, in der wir selten etwas verändern können und eher die Kraft tanken wollen für den Tag, wo wir sie brauchen.

Von Dietrich Bonhoeffer wird erzählt, dass es ihm die erste Stunde des neuen Tages fast wichtiger war, die wollte er ganz bewusst begehen. Das hat ihm zur Kon-zentration auf den Tag verholfen, das meint, ins Zentrum bringen, was wichtig sein könnte.

Ich muss zugeben, dass der Morgen mit Aufstehen, Fertigmachen, Frühstücken, mails-checken… bei mir leicht seine eigene Ordnung findet. Plötzlich bin ich mittendrin und zur Kon-zentration bleibt dann kein Raum mehr – sondern der Fluss des Tages nimmt mich mit.

Freundliche Worte zum Tagesbeginn habe ich bei Rabindranath Tagore entdeckt. Sie beginnen nicht mit: „Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da…“ – sie richten den Blick auf den stillen Begleiter auf unserer Seite und geben Mut, den Tag anzugehen:

„Herr, ich komme zu dir,
dass deine Berührung mich segne,
ehe ich meinen Tag beginne.

Lass deine Augen
eine Weile ruhen auf meinen Augen.
Lass mich das Wissen
um deine Freundschaft
mitnehmen in meinen Alltag.

Fülle meine Seele mit deiner Musik,
mit deinem Frieden, mit deiner Freude.

Begleite mich durch den Lärm des Tages
und lass den Sonnenschein
deiner Liebe über mir erstrahlen.
Herr, lass im Tal meiner Mühen
Früchte reifen in Fülle.“

Übrigens: Das beigefügte Bild zeigt eine Wanderung am Ostermontagmorgen bei Barthelmesaurach. Nach der Osternacht am Ostersonntag, bei der wir Christus als das Osterlicht begrüßt haben, gehen wir am nächsten Morgen in die Flur, um zu begrüßen was uns ernährt und beschenkt.

In herzlicher Verbundenheit,

Ihr Pfarrer Ekkehard Aupperle

P.S.: Für kommenden Sonntag, 26.4., haben wir einen Gottesdienst vorbereitet. Der Hinweis dazu ist bereits auf der Startseite der homepage.


23.04.2020

Liebe Sittenbächer Gmaa!

Das „Wort zum Tag“ kommt heute von Ruth Loos, der Vertrauensfrau unseres Kirchenvorstandes:

Grüß Gott!

Seit der Ausgangsbeschränkung gibt es nur noch Kontakt ohne Handschlag und ohne Nähe. Mir fällt es schwer. Es gibt Distanz! 

Ich beobachte Menschen die mir begegnen! Die meisten sind ernst, kein Lächeln, nichts. Ich vermute sie haben Angst. Ich versuche, mir meine Laune nicht verderben zu lassen. Singe leise ein Lied und lächle und denke: "Schlimmer geht immer!"

Da fällt mir wieder die Geschichte aus der Bibel von Kranken am Teich Betesda ein, die Thema im Weltgebetstag war. Ein Kranker sitzt am Teich Betesda und wartet darauf, gesund zu werden - wenn er in den See steigt, wenn das Wasser unruhig ist - das ist seine Chance. Doch er ist zu langsam. 38 Jahre ist er schon krank! Immer wenn der See unruhig ist, kommt jemand anders und steigt vor ihm hinein. Als Jesus ihn fragt: "Willst du gesund werden?" Da beteuert der Mann wie hoffnungslos es ist! Aber Jesus spricht: "Steh auf, hebe deine Matte (Bett) hoch und geh umher!" Und die Bibel sagt: "Der Mann hob die Matte auf und ging umher!"  Joh. 5 2-9.


Wir haben in der Andacht des Weltgebetstages darüber nachgedacht, dass der Kranke sicher einsam ist. Deswegen die Frage Jesus: "Willst du gesund werden?" Jesus zeigt sich verständnisvoll, liebevoll und barmherzig. Er sieht diese menschliche Not - auch meine! Es rührt IHN an, wie es mir geht - ohne zu urteilen. Und mit drei Aufforderungen wendet er sich s(m)einer Not zu: "Steh auf! Nimm deine Matte und geh!" Wir sollen uns nicht fürchten, nach Gottes Wort zu handeln. Es ist mehr als körperliche Heilung. Gott öffnet uns Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung.
Jesus will uns befähigen, gesund zu werden. Gott bietet an, Veränderungen in uns geschehen zu lassen. Und dadurch gesund oder "heil" zu werden. Was würde ich Jesus antworten, wenn er mich fragt: "Willst du gesund werden?"

Den Weltgebetstag (6. März) konnten wir noch vor der Ausgangsbeschränkung  feiern. Es war sehr schön und wir spürten die Nähe - auch die Nähe zu den Frauen in Simbabwe, die dieses Jahr den Gottesdienst vorbereitet haben. Ich vermisse die Gemeinschaft, zu singen und so vieles. Doch wir durften diesen Abend miteinander feiern, Gemeinschaft erleben und hatten leckeres Essen. Mich begeistert immer noch, wie viele helfende Hände wir hatten, wie schön dieser Abend gelungen ist und wir manchmal spüren dürfen, dass Jesus uns anspricht. Lass dich auch ansprechen, von deinem Herrn.

In diesem Sinn, bleibt behütet und gesund.

Ruth Loos


22.04.2020

Liebe Sittenbächer Gmaa!

Gestern Abend ist mir ein Abendlied in die Hände gefallen, das mich gleich tief berührt hat. Eigentlich hatte ich es schon irgendwann mal gelesen – schließlich ist der Dichter kein Unbekannter: Jochen Klepper (1903-42). Wie so oft denkt man, das sind schöne Worte – und legt es wieder zur Seite.

Jetzt, wo mir zugegeben oft schwere Gedanken durch den Kopf gehen, kam es mir wie Medizin vor. Ja, da hätte einer wahrscheinlich auch gerne einen Schalter am Kopf gedrückt, um die Gedanken-Maschinerie zum Stillstand zu bringen. Diesen Schalter gibt es ja bekanntlich nicht, aber Jochen Klepper konnte offensichtlich das hektische Tempo der hämmernden Gedanken in ein beruhigendes Gleichmaß bringen. Man spürt heraus, wie er die Vergewisserung sucht, dass Gott mit ihm durch diese Nacht geht und wie ihn das beruhigt, wie er sich in seine „Liebe rettet“.

Im Gesangbuch finden wir es unter der Nr.486. Es wird kaum gesungen, weil es lang ist und die Melodie nicht singbar ist.

Vielleicht kommt uns eine eigene Melodie zu diesen Worten:

Ich liege, Herr, in deiner Hut
und schlafe ganz mit Frieden.
Dem, der in deinen Armen ruht,
ist wahre Rast beschieden.

Du bist’s allein, Herr, der stets wacht,
zu helfen und zu stillen,
wenn mich die Schatten finstrer Nacht
mit jäher Angst erfüllen.

Dein starker Arm ist ausgereckt,
dass Unheil mich verschone
und ich, was auch den Schlaf noch schreckt,
beschirmt und sicher wohne.                                   

So will ich, wenn der Abend sinkt,
des Leides nicht gedenken,
das mancher Erdentag noch bringt,
und mich darein versenken,

wie du, wenn alles nichtig war,
worauf die Menschen hoffen,
zur Seite warst und wunderbar
mir Plan und Rat getroffen.

Weil du der mächt’ge Helfer bist,
will ich mich ganz bescheiden
und, was bei dir verborgen ist,
dir zu entreißen meiden.

Ich achte nicht der künft’gen Angst.
Ich harre deiner Treue,
der du nicht mehr von mir verlangst,
als dass ich stets aufs Neue

zu kummerlosem, tiefem Schlaf
in deine Huld mich bette,
vor allem, was mich bitter traf,
in deine Liebe rette.

Ich weiß, dass auch der Tag, der kommt,
mir deine Nähe kündet
und dass sich alles, was mir frommt,
in deinen Ratschluss findet.

Sind nun die dunklen Stunden da,
soll hell vor mir erstehen,
was du, als ich den Weg nicht sah,
zu meinem Heil ersehen.

Du hast die Lider mir berührt.
Ich schlafe ohne Sorgen.
Der mich in diese Nacht geführt,
der leitet mich auch morgen.

In herzlicher Verbundenheit,

Ihr Pfarrer Ekkehard Aupperle


21.04.2020

Liebe Sittenbächer Gmaa!

„Thomas aber, einer der Zwölf, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, kann ich's nicht glauben. Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen, und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch! Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr, weil ihr glaubt, das Leben habt in seinem Namen.“

Vom Kirchenjahr her, stehen wir im „Osterfestkreis“. Die Kirche feiert an 6 Sonntagen die Frohe Botschaft über die Auferstehung, bevor mit Pfingsten der Heilige Geist in den Blickpunkt rückt und damit das Leben der „Gemeinschaft der Heiligen“, also der Gemeinde.

Hat in diesen Tagen, die Osterbotschaft genügend Kraft, um nachzuschwingen? Oder beschäftigt uns eher, wie es praktisch für uns weitergehen kann? Ich möchte das nicht gegeneinander ausspielen.

Jeder von uns braucht einen Standpunkt, ein Fundament. Damit wider-stehen wir dem, was täglich auf uns eintrifft. Ich gehöre nicht zu denen, die nichts „umhaut“, die allem stand-halten wie die berühmte Deutsche Eiche. Ich ringe täglich um Standkraft, damit ich mich nicht in ein Schneckenhaus verkrieche.

Der feste Boden für uns Christen hat das Wort „Hoffnung“. Zugegeben, das ist manchem zu wenig und ehrlich gesagt, sind uns finanzielle Sicherheit und körperliche Vitalität lieber, „Hoffnung“ ist ja so schwer greifbar. Schon Paulus muss die Gemeinde beruhigen: „Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.“ (Röm.8,24+25). ‚Hoffnung‘ tut sich leichter, wenn sie ‚Geduld‘ als Schwester an ihrer Seite hat.

Trotzdem ist Auferstehungshoffnung kein Treibholz im unruhigen Meer. Sie hat festen Grund durch die vielen Zeugen, die den Auferstandenen gesehen haben.

 

Ein ganz bekannter ist dabei „Thomas, der Zweifler“. Er glaubt seinen Weggefährten kein Wort, als sie ihm erzählen, Jesus sei auferstanden. Viele Maler haben seine Forderung auf Leinwand gepinselt: „Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, kann ich's nicht glauben.“ Jesus erfüllt seine Bedingung beim nächsten Zusammensein mit den Jüngern: „Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite“.

Gleichzeitig wird er vorbereitet auf die Zeit, in der das „be-greifen“ nicht mehr möglich sein wird. Alle Auferstehungszeugen haben Jesus ja in einem sehr kurzen Zeitfenster nur sehen können (Paulus zählt alleine 500 auf).

Thomas ist aber zum Vorbild für die Christen überhaupt geworden – man denke nur an den Altar in der „Thomaskirche“ in Altensittenbach. Er lässt sich nämlich einen Grundsatz von Glaube und Hoffnung zusprechen: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ Glücklich also die, die nicht ihre Bedingungen stellen, bevor sie sich weiter auf den Auferstandenen einlassen. Glückselig die, die das lassen können, die ihre Ansprüche loslassen können; die können beschenkt werden.

„Nicht sehen und doch glauben“ – das verlangt uns die nächste Zeit ab. Noch werden wir ja nur mit bedrohlichen Nachrichten belastet, der Auferstandene hat aber eine andere Absicht mit uns: Leben, das von keiner anderen Macht zerstört werden kann.

Unvergleichliche Worte findet Dietrich Bonhoeffer dazu:

637,4
Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.
 

Hoffnung für heute und morgen!

In herzlicher Verbundenheit,

Ihr Pfarrer Ekkehard Aupperle

 


20.04.2020

Liebe Sittenbächer Gmaa!

„Bis einschließlich 19.4….“ – das war für uns alle eine überraschende Nachricht. Für Schüler war damit schon drei Wochen vor den Osterferien das Schultor dicht und uns Kirchen wurde wahrscheinlich das erste Mal in 2000 Jahren ein Osterfest in gottedienstlicher Gemeinschaft verwehrt. Viele Fragen sind entstanden - z.B. wann dann die Konfirmation sein kann - die wir jetzt noch nicht beantworten können.

Von einem Endpunkt zu wissen, ist immer ein Ansporn – z.B. weiß dann der Läufer, wie lange er noch durchhalten muss; Rennradfahrer sind sogar bereit, sich die letzten Meter bis zur Spitze des Passes durchzuquälen - ohne diesen Zielpunkt vor Augen, hätten sie ihr Rennrad vorher längst abgestellt. Diese klare Eingrenzung lässt das Coronavirus nicht zu.

Wir sind also aufgefordert, weiterhin Kräfte zu mobilisieren, die wir nur für eine begrenzte Zeit aufbringen wollten: Geduld, Verzicht, Einschränkung, Zurückhaltung…. Da tun sich schon Erwachsene schwer damit, wie dann erst Kinder? Wie schaffen es Familien, den ganzen Tag zusammen zu sein – bei manchen waren die Kinder ja eigentlich schon außer Haus und die Nähe will wieder erlernt werden.

Ich habe mich gestern am Sonntag wieder in mehrere Gottesdienste eingeklinkt; etwas Neugier schwingt bei mir da sicher mit – wie machen es eigentlich die Kollegen....? Bei allen wurde der vorgeschlagene Predigttext ausgelegt, Jesaja, Kap.40.

Da muss der Prophet Mut machen, nicht die Geduld zu verlieren, wenn sich die schwere Zeit nicht bald erledigt. Er hat wenig in der Hand; positive Ergebnisse kann er nicht vorweisen. Er verbürgt sich für die Treue Gottes, die auch diesmal da sein wird.

Dabei bringt er das Bild eines Adlers ein. Der ist ja das Symbol für Freiheit, für das „über allem schweben“. Dabei hat ein Adler nicht permanent das gleiche Flügelkleid. Er muss immer wieder kräftig ‚Federn lassen‘, damit neue, stabile Federn nachwachsen können – er muss seine „Mauser“ durchleben, zeitweise wie ein gerupftes Huhn dastehen.

Dazu lesen wir: „aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ (Jesaja 40,31).

Übrigens, ein Adler begleitet uns als Familie schon länger. Er wurde mir mal bei einer Begegnung mit Christen aus Papua-Neuguinea überreicht. Bei jedem Umzug musste er Flügel lassen, wir haben es einfach nicht geschafft, ihn sorgfältig genug einzupacken. Doch ist es meiner Frau immer gelungen, die gebrochenen Teile wieder anzukleben.

In herzlicher Verbundenheit,

Ihr Pfarrer Ekkehard Aupperle