Wort zum Tag

27.05.2020

Liebe Sittenbächer,

Dieses Bild hat mich sehr berührt:

Auf diesen Moment hat der Vater lange gewartet: Sein verloren geglaubter Sohn ist zurückgekommen. Als junger, lebenslustiger Mann war er in die Welt hinausgezogen. Mit dem Erbe, das der Vater, ihm vorzeitig ausbezahlt hatte. Alles Gute hatte er ihm gewünscht. Ein gelungenes Leben in Wohlstand und Glück. Doch sein Herz hat geblutet, als der Sohn jahrelang verschwunden war.


Die Schritte zurück zu seinem Elternhaus sind dem Sohn schwergefallen. Das Erbe hat er verprasst, ganz unten ist er angekommen, gescheitert. Seine letzte Hoffnung die er im Herzen trägt, dass sein Vater ihn aufnehmen möge, als Tagelöhner vielleicht! "Wie wird mein Vater reagieren?"

Hier im Bild sehen wir, der Vater schließt seinen Sohn tief in die Arme. Der rote Umhang dominiert die Szene, in dem der Sohn fast verschwindet. Die Farbe Rot ist die Farbe der Liebe. Der Sohn ist blass und erschöpft, gezeichnet von seinem Scheitern, von seiner Schuld. Der Vater dagegen ist voller Kraft und Farbe. Seine liebevolle Hinwendung steht im Zentrum. Beide haben die Augen geschlossen und die Zeit spielt keine Rolle. Es ist ein Moment der großen Gefühle. Was die beiden getrennt hat, ist überwunden. Die Schuld ist vergeben, Vater und Sohn sind versöhnt.

Ein Bild das ich mir „wie im Himmel“ vorstelle. So werden wir sicher bei Gott erwartet. So stell ich mir Himmel vor: In den Arm genommen werden, alles was drückt und belastet, alle Angst fällt ab. Es könnte auch Mutter und Tochter sein. Das ist Hoffnung, Heimkehren.

In der Geschichte des verloren Sohn, wird der Vater ein Fest für seinen Sohn feiern. Ein Fest nach langer Trauer. Es sollen alle essen, lachen und fröhlich sein.

Allen Lesern einen gesegneten Tag
Wünscht Ruth Loos

Der verlorene Sohn von einer Kinderbuch-Illustratorin Marijke ten Cate, nach einen Bericht des Bibelreport 2/2020 von Eva Mündlein Interpretiert von Ruth Loos


25.05.2020

Liebe Sittenbächer Gmaa!

Die Pfingstwoche hat angefangen. Pfingsten, irgendwie können viele mit diesem christlichen Fest nicht richtig was anfangen. Ja, Ostern, die Auferstehung Jesu ist doch sehr eindrücklich, den Kindern bringt der legendäre Osterhase Geschenke. Weihnachten, Jesu ist geboren und auch hier werden viele mit Geschenken überhäuft. Aber Pfingsten? Na ja, Pfingstferien schön und gut. Aber das ist so unwichtig, dass es nicht mal Geschenke gibt.

Und doch ist Pfingsten so wichtig, dass es nicht nur einen Pfingstsonntag gibt, sondern sogar noch einen Feiertag am Montag. Einer der ganz hohen christlichen Feiertage. Was ist also dran an diesem so bekannten und doch auch unbekannten Fest. In der Bibel steht dasPfingstgeschehen in der Apostelgeschichte im zweiten Kapitel. Gott sendet den Jüngern seinen Geist, den Jesus bei der Auferstehung versprochen hat. Durch den heiligen Geist bekommen die Jünger ungeahnte Kräfte und Fähigkeiten. 

Wir glauben an den dreieinigen Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Diesen Heiligen Geist hat Gott uns Menschen gegeben um bestehen zu können. Bestehen vor dem Angesicht Gottes, den Menschen und auch vor den eigenen Aufgaben und Ansprüchen an uns selber.

Wo spüre ich den Geist Gottes in meinem Leben? Ich denke, dass allein der Geist Gottes bewirkt, dass wir überhaupt glauben können. Wir können nur unser Herz dafür öffnen und darum bitten. Das geht nicht aus uns selber, aus unserer eigenen Kraft, da würden wir kläglich scheitern. Das geht nur mit der Kraft und der Hilfe, die uns an Pfingsten und wohl auch jeden Tag neu von Gott zufließt. Ich lebe im Vertrauen darauf, dass Gottes Geist mit mir ist, in guten und in schweren Zeiten. Dass der himmlische Vater durch die Kraft des Heiligen Geistes zu meinem Wohl handelt und zum Wohl derer, für die ich bete. Dass er da, wo ich Fehler mache doch alles zum Guten wenden kann.

Gehen Sie voll Vorfreude auf Pfingsten zu, das Fest ohne kommerzielle Geschenke aber mit dem großen Geschenk des Heiligen Geistes, das Gott uns macht.

WZT2505
Bildrechte: Elisabeth Stiegler

Bleiben Sie behütet

Ihre Elisabeth Stiegler